Samstag, 18. März 2017

Kinotipp: Split

Vor ca. einer Woche waren wir im Kino & haben uns den Film "Split" angeschaut, welcher bereits seit Ende Januar in den Kinos läuft, aber während der Prüfungsphase war einfach nicht an Kino oder ähnliche Vergnügungen zu denken.

Zur Handlung:
Kevin Crump leidet bereits seit mehreren Jahren an einer starken Persönlichkeitsstörung, die durch eine jahrelange Misshandlung seiner Mutter hervorgerufen wurde & wegen der er sich in psychologischer Behandlung bei Dr. Fletcher befindet. Die Ärztin vertritt die Meinung, dass die psychisch Labilen zu Unrecht von der Gesellschaft ausgeschlossen werden & bemüht sich darum ihre Patienten ernst zu nehmen & ihnen ein Sicherheitsgefühl zu schenken. Zudem scheint sie felsenfest davon überzeugt zu sein, ihre Patienten, darunter auch Kevin, in dessen Körper 23 verschiedene Persönlichkeiten existieren, hätten alles in Griff & würden für die Außenwelt keinerlei Gefahr darstellen. 
Doch eines Morgens entführt Kevin drei junge Frauen & sperrt sie gewaltsam in seinem unterirdischen Verlies ein, aus dem ein Entkommen an ein wahres Wunder grenzt. 

Ich bin mit hohen Erwartungen an diesen Film ran gegangen & wurde nicht enttäuscht. Der Hauptdarsteller hat mir sehr gut gefallen & seine Rolle sehr authentisch verkörpert. Ich war permanent hin & her gerissen zwischen Empörung, Angst, Wut & Mitleid. Besonders viel Mitleid hatte ich mit dem 9 jährigen Hedwig, der eine große Hilflosigkeit ausdrückte. Mit ihm hätte man sich wirklich gut verständigen können, wären da nicht die anderen Persönlichkeiten, wie zum Beispiel Dennis, der sehr konsequent handelte & keinerlei Mitleid zeigte. 
Ich fand aber auch, dass die Opfer sich in mehreren Momenten hätten anders verhalten können, so dass ihnen die Flucht gelungen wäre. Aber wenn man erst einmal in solcher Situation ist, dann kommt natürlich die Angst & die Nervosität ins Spiel. 
Auch fand ich die kurzen Rückblenden in Casey's Kindheit sehr interessant & hätte mir solche Rückblenden auch bezüglich Kevin Crump gewünscht, um zu sehen was genau zu seiner Persönlichkeitsspaltung geführt hat. Zwar wird an manchen Stellen auf eine Misshandlung von seiner Mutter hingewiesen, doch eine ausführlichere Erklärung wurde dem Zuschauer nicht geliefert. 
Als großer Bruce Willis Fan hat es mich am Ende des Filmes sehr gefreut als er plötzlich in dem Diner auftauchte & ich habe bereits recherchiert & erfahren, dass dieser Film lediglich eine Anlehnung an den Film "Unbreakable", aus dem Jahr 2000, sein soll, in dem Bruce in der Hauptrolle einen Superhelden verkörpert. Dementsprechend ist wohl nach Split eine Fortsetzung in Planung, in der Kevin Crump den gejagten Schurken spielen soll. Ich werde mir nun auf jeden Fall auch noch "Unbreakable" anschauen.
Im Großen & Ganzen fand ich den Film super & kann ihn mit gutem Gewissen weiter empfehlen. ;)

(Bildquelle: http://static.srcdn.com/wp-content/uploads/2017/01/split-movie-james-mcavoy-ending.jpg)

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